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eine Sommerhochzeit oder wie alles anders kam

Eine ganz besondere Freude machte mir der Beitrag der lieben Dagmar 😘😘
Wenn ihr mögt, erzähle ich euch ein wenig von diesem besonderen Auftrag:
Im April trat Dagmar an mich heran, sie hatte über FB von mir gelesen und meine Bilder gesehen und fand sie toll. Geplant war eine Feier im sommerlichen Rahmen an einer wunderhübschen Location an der Hamme: Ein runder Geburtstag plus die Nachfeier der grünen Hochzeit.
Eigentlich wollte ich nie Hochzeiten fotografieren, da mein Rücken das einfach nicht mitmacht!

Hier sollte es sich allerdings „nur“ um einen Einsatz von 3 Stunden handeln - das mutete ich mir zu.
In Mai traf ich Dagmar dann zur Vorbesprechung an dieser wunderschönen Location und was soll ich euch sagen: es passte alles wie Deckel auf Pott! Wir waren uns auf Anhieb sympathisch und haben gequatscht und gequatscht. Dazu der hübsche Flecken am Wasser, der an einem lauen Sommerabend ganz bezaubernd wirken würde!

Vor meinem inneren Auge entstandenen Bilder: Gruppenfotos in der Abendsonne. Kinder in luftigen Kleidchen und Blumenkränzen. Das Brautpaar engumschlungen vor der untergehenden Sonne, coole Drinks und leichte Kleidung… meine Fotobox in einer schattigen Ecke ...

Dann kam der große Tag und es war alles ganz anders 😂. Der Sommer machte eine Pause. Statt gleißendem Sonnenlicht gab es Kälte und stürmische Böen. Statt Sommerkleidchen Winterjacken. Sogar die Fotografin fror in ihren rustikalen Klamotten :)

Die gesamte Feier musste kurzerhand in der - zugegeben sehr gemütlichen, aber doch recht engen - Innenlocation stattfinden. Innerhalb von Minuten warf ich alle Pläne über den Haufen und improvisierte… das Licht war gelinde gesagt nicht optimal - also Aufsteckblitze. Für ein Stativ war kein Platz, egal - ISO hochschrauben, um nichts zu verwackeln. Die Perspektive war nicht so, wie ich sie gerne hätte - egal, das Beste draus machen! Die Leute schon mal vor der Eingangstür ablichten (mit dicker Jacke und Sturmfrisur), um überhaupt vernünftige Einzelfotos hinzubekommen.
Aufpassen, um nicht auf eines der herumwuselnden Kleinkinder zu treten, dem Göttergatten die Zweitkamera mit Automatikmodus in die Hand drücken, er musste mitknipsen. Für die geplante Fotobox mit neckischer Deko und Live-Fotograf war leider kein Platz. Und los ging's!

Trubelige 3 1/2 Stunden später waren wir dann fertig. Fix und fertig, durchgeschwitzt und mit wundem Rücken und zweiflend, überhaupt brauchbare Fotos hinbekommen zu haben.

Aber wir hatten soooo viel Spaß! Es war eine tolle, denkwürdige Feier mit absolut netten Gastgebern und Gästen. Wir haben uns wohl und aufgehoben gefühlt und sind stolz, Teil dieser Erinnerungen zu sein.

Und dann noch dieser Eintrag gestern, darüber freue ich mich so sehr. Das lässt es zu einem der schönsten Tage in meinem Leben werden. Danke, Daggi und Christoph 😍